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  • Weltcup-Sprint Houffalize am Freitag, den 13.

    2012 - 04.16

    der 2. Platten direkt vor dem Rennen

    Am vergangenen Wochenende fand im belgischen Houffalize der 1. Sprint im Rahmen des Weltcups statt. Speziell für diese Disziplin wurde ich in meinem neuen Team „FUJI-Bikes Rockets“ für die Saison eingespannt. Bis auf einen Infekt vor 2 Wochen liefen die Vorbereitungen sehr gut. Ich habe mein Training umgestellt und habe mich nach kleinen Turbolenzen in meinem neuen Optometriestudium in Jena sehr gut eingelebt. Es ist zwar ein hartes Brot Sport und Studium zu kombinieren, aber dank der tollen Kommilitonen ist alles machbar, FAST alles…

    Obwohl ich nicht abergläubig bin, sollte ich es nach diesem Weltcup-Sprint nochmal überdenken. Wie viele von euch mitbekommen haben, stand auf der Startliste nach dem Einzelzeitfahren hinter meinem Namen DNS (did not start). Leider war dies kein Fehler. Hier die Kette der Missgeschicke:

    XC Strecke und Teile der Sprintstrecke

    Bei der Besichtigung der Sprintstrecke musste ich feststellen, dass Belgier ein anderes Gespür für optimale Sprintstrecken haben. Es war ein Mix aus Hillclimb und Downhill. Zu Beginn hatte man eine 50m Sprintgerade, gefolgt von einer Bodenwelle, die mehreren Fahrern Straßenflechten bescherte. Ich wechselte sofort meine Reifen auf grobe Stollen, da der Anstieg mit lockeren Steinen übersät war. Im Training schlitzte ich mir dennoch den Pneu 3cm lang auf. Die Organisation des Ersatzlaufrades verkürzte die Trainingszeit drastisch. In jeder Rund fiel mir die Kette am steilen Anstieg herunter, was im Rennen das Aus bedeuten würde. Beim Warmfahren auf der Rolle entpuppte sich das Problem als ernsthafter Materialdefekt. Die Reparatur fraß die nächsten 10 Minuten. Den Gipfel der Pannen übernahm der Schleicher am Hinterrad, der ein 3. Laufrad forderte. Ich schoss durch die Zuschauer bis an das andere Ende der Expoarea und wechselte, da mein Ersatzlaufrad vor Ort bereits in Benutzung war. Ein zweites MTB besaß ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht. Nach der Todesfahrt durch die Menge kam ich 45 Sek. vor dem Start wieder an. Der Weg um die Bühne auf die Startrampe gestaltete sich als schwierig und ich schob mich durch die Masse wie Obelix durch eine Armee Römer. Oben angekommen, verpasste ich dem UCI Kommissar versehentlich einen Hieb mit dem Lenker in den Bauch. Kurzatmig meinte er, ich solle kein Stress machen und stattdessen am Ende starten. Leider hörte ich auf Ihn und ein Lauf an letzter Position wurde mir verwehrt. Diskussion sinnlos, WM-Quali vorerst dahin…

    Sonntag war dann nur noch Nebensache. Bei Startposition 144 und einem 20% Anstieg mit 4 m Breite bedeuteten Fußmarsch und Massenpanik. In einer Passage prügelten sich sogar 2 Fahrer. Meine Beine waren gut und ich konnte mich bis auf 105 vorschieben, merkte dann aber mein Ausdauerdefizit und Motivationsproblem von Freitag. Nach einem Einbruch konnte ich mit Platz 140 noch 3 magere Punkte sichern.

    Die Fehler konnte ich auf der unendlich langen Heimfahrt ausgiebig analysieren. Wenn ich könnte, würde ich dieses Wochenende aus dem Kalender streichen. Die nächste Chance lauert am kommenden Wochenende, es kann also nur besser werden.