• Home
  • Bio
  • Erfolge
  • Ziele
  • Galerie
  • Material
  • Gästebuch
  • Links
  • Impressum
  • RSS Icon
  • Facebook Icon
  • Sprint + XC Weltcup Nove Mesto na Morave (CZ)

    2011 - 08.15

    Den Sprint der Weltcupveranstaltung am Freitag kann ich in wenigen Worten zusammen fassen. Zum Training auf der Strecke lief alles gut. Ich hatte ein Spitzengefühl, Druck in den Beinen und war sehr motiviert.  Allerdings kollidierte ich beim Warmfahren mit einem Teilnehmer und hatte danach Probleme mit der  Bremse. Im Startgehege versuchte  ich mein Rad wieder wettkampftauglich zu machen. Dabei habe ich den zeitlichen Überblick verloren. Als ich an den Start hechtete, sah ich nur noch meinen Nachfolger stehen.

    Das war vergleichbar mit einem Alptraum, aus dem man aber trotz kneifen nicht aufwacht.

    Dabei war der Kurs  mehr als fair, allerdings wurde wieder mit einem Fuß auf dem Boden gestartet. Mehrere Fahrer rutschten aus der Pedale, stürzten auf das Oberrohr und man konnte an ihrem Gesichtsausdruck die Schmerzen unterhalb der Gürtellinie deuten.

    Damit lag mein Fokus auf dem Cross Country Rennen am Sonntag. Hier hatten die Veranstalter einen technisch sehr anspruchsvollen Kurs durch wurzliges Gelände mit fünf teils sehr steilen Anstiegen entworfen.  Neben einem steinigen Drop gab es auf den 4,2km und 170 hm auch einen Felsengarten mit zwei Fahrspuren, der nach der kräftezehrenden Abfahrt für einige Fahrer zum Verhängnis wurde. Mit Startposition 119 hatte ich einen guten Blick über das restliche Fahrerfeld aus der letzten Startreihe. Die ersten 400m auf Asphalt versprachen gute Überholmanöver, allerdings war das Gedränge höher als auf dem Münchener Ostring zur Ferienzeit. So investierte ich alle Kraft um in der breiten Waldpassage Boden gut zu machen bis es in den Singletrail ging. Hier war in den hinteren Reihen Mord und Todschlag angesagt, so versuchte ich mein Fahrrad im Ganzen durchzubekommen und dabei noch ein paar Plätze gut zu machen. In den nächsten Runden hatte mein Vorwärtstrend bis Platz 85 ein schmerzhaftes Ende. Ich konnte das Tempo der Mitstreiter nicht mitgehen und bekam nach dem steilsten Anstieg und der ruppigen Abfahrt Krämpfe im Oberschenkelstrecker. An der Spitze machte der Lokalmatador und spätere Sieger einen sagenhaften Soloritt, sodass mich nach 5 Runden die 80%-Regel  auf Platz 96 ausbremste.  So muss ich das Wochenende als schmerzhafte Lektion verbuchen, aus den Fehlern lernen (Ich war am Sonntag der erste Fahrer im Startgelände) und mich noch intensiver auf den Sprint vorbereiten.