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  • C1 Rennen Manisa / Türkei

    2011 - 09.15

    mein Flugversuch

    Am vergangenen Wochenende wollte ich der UCI-Weltrangpunkteliste ein Schnippchen schlagen und verzichtete auf das Bundesligarennen in Heubach. Da mir die bergige Strecke vom Profil nicht lag und auch der Sprint als Shortrace und nicht wie gewöhnlich als Eliminator ausgetragen wurde, fiel mir die Entscheidung nicht sehr schwer. Stattdessen stand die Teilnahme beim C1 Rennen in Mansia / Türkei auf dem Programm, um mir für die kommende Saison keine Gedanken um die nötigen 20 Zähler für die Weltcupteilnahme machen zu müssen. Traditionell verlaufen Dinge in der Türkei immer etwas anders als man es plant. So ereilte uns das Schicksaal gleich bei der Gepäckausgabe mit dem wahrscheinlich unwichtigsten Gegenstand, dem Rad. Doch die Gepäckermittlung versuchte sich erkenntlich zu zeigen und bat uns die Möglichkeit an, das Rad nach Manisa nachzuschicken. Ganz schnell innerhalb von 2 Tagen, pünktlich zum Rennen. Da die Mieträder in der Türkei noch schlechter als meine Türkischkenntnisse sind, verhandelten wir (den Polen hatten sie sogar die Koffer entwendet), sodass mit dem nächsten Flieger 2 h später unsere Arbeitsgeräte mitgeschickt wurden. Am Samstag besichtigten wir dann die anspruchsvolle 4 km Strecke mit massig Höhenmetern auf 3 Anstiege verteilt. Aufgrund von Temperaturen von 35 Grad wurde das Rennen am Sonntag in die frühen Morgenstunden verlegt. Plötzlich kamen aus allen Löchern internationale Topfahrer aus Polen, Brasilien, der Schweiz UND Deutschland. Ein kleiner Trost war auch der erstaunte Blick der anderen Teilnehmer über die Konkurrenz, denn keiner hatte bei der Abgelegenheit von Manisa mit solch einem Starterfeld gerechnet. Ich startete verhalten um bei der Hitze nicht zu überziehen, reihte mich aber dennoch in die Top 8 ein. Als kleine Zugabe wurde spontan die steilste der Abfahrten, unmittelbar vor dem Rennen statt über einen Drop auf die oben zu sehene Schrägtreppe, umgeleitet. Ich versuchte also nicht aus Langeweile einen Superman zu machen, sondern bereitete mich gerade auf den Sturz vor, als ich unkontrolliert ungebremst auf der Abfahrt durch das Absperrband auf die Treppe geleitet wurde. Schon eine Runde später war die „Liegestelle“ durch einen Fahrer am Boden mit Halskrause und Sanitätern drumherum besetzt.  Der müde Eindruck in den Beinen und der Kampf mit den Temperaturen beherrschte mich bis zur Hälfte des Rennens. In der zweiten Halbzeit konnte ich dann nochmal durchstarten  und schob mich nach einer Fahrzeit von 1:44h von Rang zwölf noch in die Top 10. Dieser kostenintensive Einsatz wurde mit 10 UCI-Punkten belohnt. Damit ist für 2012 der Start zu den Weltcups und speziell bei den Sprints sowie der Sprint-WM gesichert.

    Die Rückreise lief den Umständen entsprechend. Wir legten noch einen Badenachmittag sowie ein romantisches Essen am Hafen ein. Mein Verlangen nach einem Steak zwang mich dazu in der Hochburg der Fischkneipen ein Rumpsteak mit Pommes zu bestellen. Der Kellner servierte uns wahrscheinlich auch deshalb zusätzlich einen Salat, von dem sich Claudi noch am Flughafen oral erleichtern musste und ich kämpfe bis heute mit Bauchschmerzen und…allem was dazu gehört.

    Aber ansonsten war es ein wunderschönes Wochenende.

    Die genauen Resultate folgen sobald es die UCI schafft die Ergebnisse online zu stellen.

    1. Andras Parti
    2. Periklis Ilias